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NUSSKNACKER

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Nußknacker

Zum Schmuck der Weihnachtsbäume gehörten neben Äpfeln, Pfefferkuchen und Zuckerkringeln von jeher vergoldete Nüsse. Wer ihren wohlschmeckenden Kern genießen will, muß sich erst mühen, die harte Schale zu knacken. Hilfsmittel waren dazu immer willkommen.

Figürliche Helfer treten seit dem 16. Jh. in den verschiedensten Volkskunstrichtungen auf.

Seit ca. 1870 sind die ersten Seiffener Nußknacker bekannt.

Wilhelm Friedrich Füchtner war der erste Seiffener Spielzeugmacher der diese Nußknacker herstellte. Er gab damals seinem gedrechselten Nußknackerkönig sehr ansprechende Ausstattung. Das Gold der königlichen Zackenkrone malte er auf einen mächtigen, vom Bergmann entliehenen schwarzen Schachthut.

Die typischen Nußknacker des Erzgebirges stellten die Vertreter der „Obrigkeit“ (König, Förster, Soldat) dar. Die Spielzeugmacher tauschten damals gleichsam die Rollen und ließen sich von jenen die Nüsse knacken, denen sie im Alltag oft rechtens ausgeliefert waren.

Die Hinwendung auch zu anderen Figuren (z. B. dem Bergmann) zur Darstellung als Nußknacker erfolgte erst in jüngerer Vergangenheit und ist in den meisten Fällen auf die Wünsche der Kundschaft zurückzuführen.

 

Gedicht von
Kurt Arnold Findeisen

Ich hab - schon manche Nuß - gepackt, Krick - krack - und mitten durch - geknackt.

Der Spielzeugmacher - der mich schuf - gab mir das Knacken - zum Beruf.

Ich knacke große - ich knacke kleine, und was nicht aufgeht - das sind Steine.

Ich knacke hart - ich knacke weich, nur immer her - mir ist das gleich.

Doch sag ich eins, euch ins Gesicht:
Verknacken - ha! - laß ich mich nicht!

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